top of page
kevin-oetiker-I0tzCWt1B8o-unsplash.jpg

Projekte rund um die Platta Pussenta

Die Stiftung Platta Pussenta möchte vermeiden, dass der Wald die Gegend bzw. die unbesiedelten und extensiv genutzten Flächen zurückerobert. Diese Flächen wurden von unseren Vorfahren geschaffen und sie sollen weiterhin für die Nachfahren sichtbar bleiben. Dies wird gemacht durch:

  • die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt im Projektgebiet

  • die Ergreifung von landschaftspflegerischen Massnahmen

  • die Wieder-Instandstellung der Trockenmauern

  • die Wahrung der landwirtschaftlichen Eigenart und den Schutz des kulturellen Erbes vor dem Einwachsen von Gehölzen (Entbuschungen, Heckenpflege,…)

  • die Förderung des Verständnisses in der Bevölkerung für die sie umgebende Natur (Öffentlichkeitsarbeit: Führungen, Exkursionen, Schulungen)

  • die Einbeziehung der Bevölkerung und die Förderung eines landschaftsorientierten Tourismus.

Restaurierung Trockensteinmauern – Sagogn & Schluein (2024 - 2027)

Platta Pussenta engagiert sich für Natur und Kulturerbe 2024 steht bei der Fundaziun Platta Pussenta ganz im Zeichen der Trockensteinmauern! In den Gemeinden Sagogn und Schluein werden in den kommenden Jahren mehrere zerfallene Trockensteinmauern (TSM) saniert und aufgewertet. Ziel ist es, wertvolle Lebensräume zu erhalten, die Biodiversität zu fördern und das kulturelle Erbe unserer Region zu bewahren. Warum Trockensteinmauern? Trockensteinmauern sind nicht nur beeindruckende Zeugen der traditionellen Baukunst, sondern bieten auch zahlreichen Tieren und Pflanzen einen wichtigen Lebensraum. Sie strukturieren die Landschaft, schützen vor Erosion und sind Teil unserer Identität. Das Projekt im Überblick: _Sanierung von sechs Trockensteinmauern in Sagogn und Schluein zwischen 2024 und 2027 _Auswahl und Priorisierung der Mauern erfolgte gemeinsam mit Expertin Lisa Zimmermann (Kanton Graubünden) _Integration von Nistmöglichkeiten für den Wiedehopf und andere Arten direkt in die Mauern _Zusammenarbeit mit lokalen Fachleuten, Gemeinden und Stiftungen Projektziele: _Erhalt und Sanierung von Lebensraumstrukturen _Bewahrung des kulturellen Erbes _Schaffung neuer Lebensräume für seltene Arten _Förderung der Biodiversität So läuft die Sanierung ab: Die Mauern werden freigelegt, instabile Teile abgetragen und mit regionalen Steinen fachgerecht wieder aufgebaut. Nach Abschluss der Arbeiten wird das umliegende Terrain wiederhergestellt, um die ursprüngliche Flora zu erhalten. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit erfahrenen Mauerbauern und unter Einbezug von Freiwilligen. Einblicke in die Objekte: Zu den ausgewählten Mauern gehören unter anderem die Stützmauer Carnetg in Sagogn, die Mauer La Plaunca am Waldrand, sowie die Mauer Claus in Schluein. Viele dieser Mauern sind wichtige Elemente für die Offenhaltung von Weiden, Wanderwege und den Erhalt der Artenvielfalt. Gemeinsam für die Zukunft Mit diesem Projekt setzt Platta Pussenta ein starkes Zeichen für den Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaft. Dank der Unterstützung von Gemeinden, Stiftungen und engagierten Menschen vor Ort können wir gemeinsam Lebensräume erhalten und das kulturelle Erbe weitergeben.

IMG-20250702-WA0057.jpg

Sanierung Burg Langenberg, Laax
(2020 – 2021)

Bei der Burgruine Lagenberg handelt es sich um eine bekannte archäologische Fundstelle im Sinne von Art. 33 des Kantonalen Natur- und Heimatschutzgesetzes (KNHG). Die Burgruine Lagenberg steht auf einem Hügel nördlich von Laax, auf 1127 m ü. M. zwischen Laax-Cons und Murschetg, oberhalb des Wasserreservoirs. Die Bauweise der Mauerreste lässt auf eine Erbauungszeit in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts schliessen. Die Burg wird 1303 erstmals genannt und wurde 1323 in einer Fehde von Donat von Vaz erobert, zerstört und nicht mehr aufgebaut. Im Burgenbuch steht, dass von all den Burgen, die das Zentrum einer räumlich geschlossenen Gerichtsherrschaft bilden, sich die Burg Lagenberg mit ihrem Typus von allen anderen Burgen in der Umgebung abhebt.  Die wenigen Mauerreste lassen auf eine ausgedehnte Anlage schliessen. Von der Hauptburg selbst sind vordergründig noch die baulichen Reste des Turms vorhanden. Teile von dessen Nord-, West- und Südmauer sind heute noch obertägig erhalten. Die Ostmauer ist hingegen mehrheitlich unter Versturz begraben, resp. erodiert. Zwei weitere Baukörper, welche direkt im Süden an den Turm anschliessen, zeichnen sich nur noch als wallartige Geländeformationen ab. Im näheren Umfeld könnten weitere abgegangenen Gebäude- und Infrastrukturbauten gerechnet vorhanden sein, welche einst zur Burg gehörten. Projektbeschrieb: Mit einer Freilegung der Ruine wie auch eine minimale Sanierung der Mauer, soll die Burg Lagenberg erhalten bleiben und so als Kulturgut der Gemeinde Laax erhalten bleiben. Die Bevölkerung soll die Möglichkeit haben die Burg Lagenberg als Teil der Laaxer Geschichte neu zu entdecken und zu erfahren. Das Projekt wurde 2023 mit dem Aufstellen der Informationsstafel zur Sanierung der Burg Lagenberg erfolgreich abgeschlossen.

0038db_176cf63c5e534a87a2a9d05769818cfa~

Aufwertungsmassnahmen Plaun Pigniel – Teit, Sagogn
(2020 - 2024)

Gebiet: Das Aufwertungsgebiet Plaun Pigniel ist eine Trockenwiese-Weide (TWW) von regionaler Bedeutung sowie ein Flachmoor von lokaler Bedeutung und liegt nördlich vom Dorfzentrum Sagogn. Projekt: Ziel dieses Projektes ist es, die brachliegende Fläche von lokaler und regionaler Bedeutung in Flächen von nationaler Bedeutung aufzuwerten, das Feuchtgebiet zu entbuschen und zu fördern. Für die Offenhaltung und Förderung der Trocken- und Flachmoorvegetation wird ein Teil des Fichten-Föhrenwaldes gelichtet, die Verbuschung zurückgedrängt wie auch der Adlerfarn bekämpft. Bei der Schlagräumung und Entbuschung hilft die Schule Sagogn mit Schülereinsätzen mit, wie auch werden Schafe (Heidschnucken) für die Beweidung eingesetzt.

0038db_b9eeaa99d3a14938a469e203ff83b36f~mv2.jpg.avif

Aufwertungsmassnahmen Quadras, Schluein
(2020 - 2023)

Gebiet: Das Gebiet Quadras liegt nördlich des Golfplatzes in Schluein. Die Trockenwiese-Weide (TWW) von nationaler Bedeutung gehört ist eine Naturschutzzone und ist eine ehemalige Allmende im Eigentum der Gemeinde (Sömmerungsgebiet). Seit mehreren Jahren ist die gesamte Fläche ungenutzt. Projekt: Das Gebiet wird aufgewertet und vergrössert durch die Verminderung des Adlerfarns wie auch der fortschreitenden Verbuschung. Auch soll eine Stufung des unteren Waldrandes durchgeführt werden. Vorerst geht es darum. Dies wird in einem ersten Schritt durch folgende Massnahmen erreicht: _Wiederaufnahme der extensiven Beweidung _Offenhaltung der Blösse im Schutzwald durch regelmässige Pflege

Quadras.png.avif

Eichenprojekt von Gonda bis Plaun dil Luf, Falera
(fortlaufend)

Projekt: Die Eiche ist keine dominierende Baumart in der Landschaft von Platta Pussenta. Sie gehört dennoch eindeutig zu den charakteristischen einheimischen Arten und ist ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen und gilt als Baum, der den meisten Insektenarten Unterschlupf gewährt. Im sonnigen Südhang von Gonda und Plaun dil Luf, auf Gemeindegebiet von Falera, gibt es Eichenbestände die es Wert sind, gepflegt und gefördert zu werden. ​ Seit 2012 ist das Projekt aktiv und wird es auch noch in den kommenden Jahren sein. Die Stiftung wird weiterhin Jungpflanzen pflegen und diese von Konkurrenzpflanzen freihalten.

0038db_2cf21bbf001d4c5680a522736479c0ea~mv2.jpg-2.avif

Lag dil Oberst, Laax
(fortlaufend)

Die Landschaft des Sees «Lag digl Oberst» steht unter nationalem Schutz und war eines der ersten Objekte, die ins Bundesinventar der Feuchtgebiete von nationaler Bedeutung für Vögel und Amphibien hinzugefügt wurden. Weiter ist die Umgebung des Lag digl Oberst ein wichtiger Wildeinstandsgebiet. ​ In den 60er Jahren wurde das Gebiet regelmässig gemäht. Heute kümmern sich Gruppen von Freiwilligen und Zivildienst-Einsätzen im Auftrag des ANU Graubünden um diese Aufgabe. Die Stiftung Platta Pussenta unterstützt jegliche Bemühungen um den Erhalt dieses Sees.

lag digl oberst8.jpeg.avif

Nussbaumprojekt, Sagogn
(fortlaufend)

In Sagogn wächst und gedeiht der Nussbaum ausgezeichnet. In Plaun Larisch hat die Stiftung Platta Pussenta zusammen mit dem Forstrevier Sagogn-Laax, im Frühling 2014, 20 Qualitätsnussbäume gepflanzt. Es handelt sich um frost- und trockenheitsresistente Arten. Nussbäume beginnen erst nach 10 Jahren Früchte zu tragen. Die Nussbaumförderung hat mehrere Zielsetzungen: Das Gebiet wird freigehalten von Wald und Gebüsch und dient wie ehemals der Beweidung durch Schafe. Mit ihren Früchten bieten Nussbäume ein Lebensmittel von sehr hoher Qualität (zum Beispiel für Nusstorten, Nussöl usw.).

nussbäume1.jpeg.avif

Murièle Jonglez

Geschäftsführerin

Stiftung Platta Pussenta

Sumvitg 9

7128 Riein, Schweiz

+41 78 683 01 30

 

© 2025 by Stiftung Platta Pussenta

 

bottom of page